Was ist SEO und wie kann ich meine WordPress Seite für Google optimieren?

Was ist SEO und wie kann ich meine WordPress Seite für Google optimieren?
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Carsten
|
15. August 2020

Was ist SEO?

SEO ist eine Abkürzung, die für Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) steht. Webseiten Eigentümer verwenden diese Strategie, damit sie mehr Traffic zu Ihrer Webseite erhalten und die Suchmaschine sie höher in den Rankings einstuft. Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, dass man versucht, Google und Co oder das System auszutricksen. Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es vielmehr, deine Webseite und den Code deiner Webseite zu optimieren, sodass Suchmaschinen es leichter haben, deine Webseite zu finden. Gleichzeitig werden z. B. die Formatierung deiner Seite und die Inhalte optimiert. Davon profitiert nicht nur die Suchmaschine, sondern auch Deine Zielgruppe.

Warum ist SEO für mich und meinen geschäftlichen Erfolg wichtig?

Google und andere Suchmaschinen Betreiber verwenden komplizierte Algorithmen, um zu verstehen, was deine Webseite bietet und was der Googlekunde gerne finden möchte. Diese Algorithmen sind nicht perfekt und du kannst sie durch die Suchmaschinenoptimierung dabei unterstützen, dass deine Inhalte bzw. deine Webseite gefunden wird. Wenn deine Inhalte nicht optimiert sind, dann kann die Suchmaschine deine Webseite mit dem Content auch nicht optimal ranken. Das Suchverhalten nach Informationen hat sich über die Jahre hinweg und der stetigen Digitalisierung unseres Lebens deutlich gewandelt. Die wichtigste Anlaufstation der Informationssuche ist heutzutage Google. Wenn Personen nach Inhalten suchen, dann ist das für dich ein sehr hochwertiger Traffic und ein potenzieller Kunde. Genau diesen möchtest du in dem Moment abgreifen. Im Gegensatz zu bezahlten Werbeanzeigen und Kampagnen ist der organische Traffic über die Google-Suche für dich vollkommen kostenfrei. Gleichzeitig ist der Trust Factor gegenüber einer bezahlten Werbeanzeige deutlich höher und der Suchende weist bereits ein Grundinteresse an deinem Angebot auf. Jeder Webseitenbetreiber sollte ein hohes Interesse daran haben, dass seine Seite eine hohe Performance in der Google-Suche abliefert. Nur so kannst du sicherstellen, dass du auch den maximalen Profit aus dem Google Suchanfragen in deinem Themengebiet erzielst. Es lässt sich also sagen, dass die Suchmaschinenoptimierung einen positiven Effekt auf deine Leadgenerierung, Conversions, Verkäufe und mehr hat.

Wie kann ich WordPress und WooCommerce für die Suchmaschinen optimieren?

Wie du nun weißt, ist die Suchmaschinenoptimierung ein wichtiger Bestandteil in deinem Online-Marketing. WordPress ist ein sehr flexibles CMS, das dir auch viele Freiheiten gibt, um dein SEO zu verbessern. Bei der Suchmaschinenoptimierung für WordPress und WooCommerce gibt es viele Bestandteile, die mit bedacht werden sollten oder einen Ansatz zur Optimierung liefern. Ich werde hier nicht besonders ins Detail gehen. Vielmehr möchte ich dir einen generellen Überblick verschaffen.

Hosting & Pagespeed

Hosting für WordPress

Bevor es an die Einstellungen innerhalb von WordPress geht, stellt sich die Frage: Wo wird deine Webseite gehostet? Das ist extrem entscheidend für die Ladezeit deiner Webseite und die Nutzererfahrung. Sicherlich kennst du es von dir selber. Lange Ladenzeiten nerven und du verlässt die Seite eventuell schon bevor Sie sich ga nz aufgebaut hat. Damit werden viele Nutzer deine Webseite, bevor sie überhaupt geladen hat, verlassen. Was benötigst du als Erstes, um deine Ladezeit zu verbessern? Ein für WordPress optimiertes Hosting. Dazu findest du im Internet einige Anbieter, die sich auf das Hosting von WordPress Seiten spezialisiert haben. Hier kann ich Raidboxes* empfehlen. Alternativ kannst du einen allgemeineren Provider wie Hetzner, Netcup oder Webgo nehmen. Für kleinere bis mittlere WordPress Projekte sind in der Regel kleine bis normale Hosting Pakete vollkommen ausreichend. Dabei empfehle ich dir ein managed Hosting, damit du dich auf deine WordPress-Seite konzentrieren kannst und die technischen Aspekte außen vor lassen kannst.

PageSpeed für WordPress optimieren

Deine Webseite sollte wenige Sekunden zum Laden benötigen. Es ist empfehlenswert, einen Wert von unter zwei Sekunden anzustreben und dein Pagespeed Score sollte über 90 Punkte für Desktop und Mobil (min. 50) erreichen.

WordPress gilt nicht als eines der schnellsten CMS. Über die Jahre wurde das System immer weiter verbessert. Aus meiner Sicht ist es aktuell schon relativ gut. Allerdings kannst du mit schlecht optimierten Plugins und Themes deine Webseiten Performance deutlich verschlechtern. Auch deine Inhalte wie Fotos und Videos sollten für schnelle Ladezeiten komprimiert werden. Besonders Mobil ist es ärgerlich, wenn deine Webseite durch große Bilder und Videos langsam lädt und gleichzeitig das Datenvolumen deiner Zielgruppe auffrisst. Bevor du diesen Punkt optimieren kannst, musst du erst einmal feststellen, wie sich deine Webseite in diesem Bereich schlägt. Dazu überprüfst du den Google Pagespeed mit dem Google Pagespeed Insights Tool. Dieses Tool testet allerdings nicht deine gesamte Webseite, sondern nur die von dir eingegebene Seite. Du kannst mit der Startseite beginnen und mit weiteren Unterseiten den Prozess fortsetzen. Google liefert allerdings nicht das einzige Tool zum Überprüfen deine Webseiten Geschwindigkeit. Ich benutze auch gerne Pingdom um meine Ladezeiten zu überprüfen.

SEO optimiertes Theme verwenden

WordPress funktioniert im Normalfall im Zusammenspiel mit einem sogenannten Theme. Das Theme beeinflusst das Aussehen deiner Webseite aber gleichzeitig auch die Funktionalität und das SEO. Beispielsweise funktioniert auch nicht jedes Theme mit WooCommerce. Diese Erweiterung ermöglicht dir das Erstellen von Onlineshops innerhalb von WordPress. Themes können aber auch die Überschriften Hierarchie, die Darstellung der Bilder, strukturierte Daten ermöglichen und haben einen direkten Einfluss auf deine Ladezeit. All diese Punkte sind wichtig für die Suchmaschinenoptimierung von WordPress. Du kannst dir ein Theme programmieren lassen oder du programmierst es selber. Du kaufst dir eine Lizenz für ein vorgefertigtes Theme oder du ziehst einen "No-Theme Ansatz" vor, so wie ich es tu. Du merkst es gibt einige Entscheidungen bei der Erstellung der Seite, die relevant werden können.

Keywords recherchieren

Ich gehe gerne davon aus, dass du eine neue WordPress Seite aufsetzt. Allerdings sind diese Methoden auch für Bestands Webseiten möglich. Dennoch steht am Anfang eines neuen Projektes und der SEO-Optimierung eine Keyword-Recherche an. Du musst wissen, nach welchen Wörtern oder Suchbegriffen deine Käuferschicht auf Google sucht. Nur so kannst du deine Texte für die Produktseiten, Landingpages und Blogbeiträge, bevor sie geschrieben sind, anpassen. Dafür stehen dir kostenlose und kostenpflichtige Tools zur Verfügung. Du musst also nicht das Internet komplett manuell nach allen möglichen Keywords durchforsten.

Betreibst du nun einen Onlineshop mit WooCommerce so empfehle ich dir deine Keywords nach kaufstarken Suchbegriffen zu priorisieren. Deine Keywords müssen also eine hohe Kaufbereitschaft innerhalb deiner Zielgruppe abbilden können. Google und seine Algorithmen haben sich inzwischen so gut entwickelt, dass du nicht unbedingt “kaufen” mit ins Keyword nehmen musst. Google kann die Intention des Suchenden leicht nachvollziehen.

Keywords können nicht nur aus einem Wort bestehen. Du kannst auch sogenannte Midtail und Longtail Keywords bilden. Midtail Keywords bestehen dabei aus einer Kombination von zwei Wörtern und Longtail aus einer Kombination von mehr als zwei Begriffen. Zum Start deiner Webseite ist es häufig besser Longtail Keywords zu benutzen, denn diese weisen zwar ein geringeres Suchvolumen auf, allerdings ist es für dich besser, auf einen der ersten Seiten zu sein als auf der Fünften oder Sechsten.

Kostenlose Tools

Keyword Planner Google

Keywordtools.org

Bilder für das WordPress SEO anpassen

Bilder verleihen deiner Webseite nicht nur einen schönen Look und unterstreichen deine Aussagen in Artikel oder Blogbeiträgen. Sie sind auch ein wichtiges Tool für die Optimierung deiner Webseite bei den Suchmaschinen. Bilder werden z. B. in der Google-Suche dargestellt. Dafür gibt es die Google Bildersuche. Auch hier kannst du präsent sein. Dafür muss z. B. die "alt-Beschreibung" deines Bildes korrekt ausgefüllt sein. Dadurch kann Google dein Bild besser verstehen und es optimale in den Ergebnissen platzieren.

Wie bereits erwähnt, können Grafiken einen großen Teil der Datenmenge beisteuern. Es ist also nun darauf zu achten, dass deine Bilder eine möglichst hohe Komprimierung aufweisen. Dadurch kannst du die Datenrate verringern und eine gute Ladezeit erreichen. Dabei kommt es auch auf das Auslieferungsformat deines Bildes an. Es gibt unterschiedlichste Dateitypen. Ich empfehle moderne Formate wie webP zu verwenden. Nur in Einzelfällen sollte man beispielsweise gif Formate oder PNG Bilder gebrauchen.

Die besten SEO Plugins für WordPress 

WordPress profitiert in seiner Flexibilität auch in der Unterstützung von sogenannten Plugins. Diese ermöglichen die Grundfunktionen von WordPress, um eine Gewünschte zu erweitern. Darunter befinden sich auch Plugins, die dich bei der Optimierung für die Suchmaschine unterstützen. In der Vergangenheit habe ich einige diese Plugins testen können und habe meine persönlichen Favoriten, die ich je nach Anwendungsfall empfehlen kann. Generell verhelfen dir diese Plugins bei der Anpassung der Metadateien deiner Seite. Diese haben eine enorme Bedeutung, denn sie stellen den Ausschnitt der Homepage in den Googlesuchergebnissen dar.

Je nach Plugin werden auch die semantischen Daten beeinflusst, es liegt der Fokus auf die Optimierung von WooCommerce oder der Local SEO Optimierung. Es kommt nun also auf den Einzelfall darauf an, welches Plugin für Dich in Frage kommt. Außerdem sind die SEO-Plugins unterschiedlich steil in ihrer Lernkurve.

Als Einsteiger kannst du das Plugin Yoast im Normalfall problemlos benutzen. Hast du das Plugin installiert und aktiviert, erhältst du auf jeder Seite und jedem Beitrag die Möglichkeit unterhalb des Editors verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten vorzunehmen. Hier kannst du beispielsweise die Metadaten jeder Seite und jedes Beitrags individuell optimieren und Yoast generiert eine Vorschau des Rich Snippets.

Diesen Prozess wird noch eine generelle Einstellung des Plugins vorausgeschickt. Hierbei kannst du unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten treffen und Funktionen aktivieren oder deaktivieren. Es sollte hierbei sauber und überlegt gearbeitet werden, um mögliche Versäumnisse oder Schäden im Nachgang zu vermeiden.

Ich möchte dir nun meine persönliche Top 3 der SEO Plugins für WordPress vorstellen:

  1. The SEO Framework
  2. SEOPress Pro*
  3. RankMath

URLs in WordPress für SEO anpassen

Nicht nur aus SEO-Sicht sind sprechende URLs wichtig, sondern auch für die User-Experiences. Es ist wünschenswert, keine IDs oder wirren Zeichen und Zahlen innerhalb der URL vorzufinden. Hat sich schon allein dadurch begründen, dass die URL deutlich einfacher zu merken ist. Die Grundeinstellung deiner WordPress-Installation sieht dies allerdings nicht vor. Dafür muss manuell eine andere Standard oder benutzerdefinierte URL Einstellung getroffen werden. Bei Onlineshops, die mit WooCommerce umgesetzt sind, sehe ich kein Problem darin, wenn die Kategorie in der URL mit vorkommt. Es ist nur darauf zu achten, dass die Adresse am Ende des Tages nicht zu lang wird. Achte also schon bei der Wahl des Titels für deine einzelne Webseite, Beitrag oder Produkt darauf, dass dieser nicht zu ausführlich ist.

Nutze Tags und Kategorien für ein besseres SEO

WordPress bietet dir die Möglichkeit, Tags und Kategorien für z. B. Blogbeiträge und Produkte in einem WooCommerce-Store einzustellen. Diese Kategorien und Schlagworte helfen dabei, deine Webseite übersichtlich zu gestalten und gleichzeitig werden Artikel innerhalb einer Kategorie geclustert. Diese Cluster kann Google erkennen. Gleichzeitig lassen sich damit dynamische Bereiche innerhalb von statischen Landingpages erstellen. Vergebe sinnvolle Namen für deine Kategorien und Tags und achte darauf, dass es keine Überschneidung gibt. So kannst du diese Kategorien mit einzigartigen Inhalten und Beiträgen füllen und somit die Wertigkeit deiner Webseite steigern.

Ich hoffe, dir hat dieser Artikel gefallen. Natürlich gibt es noch viele weitere Ansatzmöglichkeiten und Optimierungspotenziale für deine WordPresse Seite. Möchtest du nun mehr darüber erfahren, dann eine persönliche Nachricht oder buche dir einen kostenfreien Ersttermin.

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